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morphn
gemeinnütziger Verein zur Förderung und Unterstützung ehemaliger Opfer und Betroffener von psychischer, physischer und sexualisierter Gewalt

Vorstandsvorsitzender: Dipl. Oec. Lutz A. Pietsch

Wie alles begann…
Der Verein wurde am 22.07.2010 von einem ehemaligen Opfer sowohl von psychischer, sexualisierter und körperlicher Gewalt ins Leben gerufen. Sie hat sich bewusst dafür entschieden den Missbrauch und die Misshandlungen nicht zu verschweigen und auch aus der Anonymität zu treten, um Missbrauch und Misshandlung nicht weiterhin als schattenhaftes Phantom, das "irgendjemandem" passiert, bestehen zu lassen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat sie diese Internetseite geschaffen und das Blogprojekt "meta@morphn" gestartet. Aus verständlicherweise anfänglicher Unsicherheit wuchs die Überzeugung, das Richtige zu tun. Aufgrund ihrer eigenen Erfahrungen hatte sie bald schon die Idee zu einer Informationsplattform, mit der auch Betroffene erreicht werden können, die keine Behandlung benötigen, wollen oder erhalten. Die einstigen Opfer sollen die Kontrolle und Macht wieder zurück erhalten: in Form von Wissen. Durch das Wissen um die Hintergründe, das Verständis für die Zusammenhänge von Gehirn, Körper und Psyche ist es möglich sich selbst zu verstehen und zu helfen, bzw. auch helfen lassen zu können.

Betroffenen entstehen Nachteile dadurch, dass man ihre eventuellen Behinderungen nicht auf den ersten Blick sehen kann. Im Gegenteil, Betroffene werden von unserer Gesellschaft sogar noch mit Verachtung bestraft, wenn sie aufgrund von Spätfolgen auf Hartz IV, Therapien oder Medikamente angewiesen sind. Massive Kontakt- und Bindungs-/Beziehungsprobleme isolieren Betroffene und überlassen sie sich selbst. Dem soll entgegengewirkt werden.

Es war nun notwendig, eine geeignete Form zu finden, um dieses Vorhaben umzusetzen: Der Verein wurde gegründet.

Wieso kein eingetragener Verein?
Wir haben überlegt, ob eine Notwendigkeit besteht, den gemeinnützigen Verein zu einem eingetragenen gemeinnützigen Verein zu machen und haben uns bewusst dagegen entschieden. Ein eingetragener Verein bedeutet letzten Endes nur eines: mehr verwaltungstechnischer Aufwand. Und, damit verbunden: mehr finanzielle Mittel sind allein zum Unterhalt des Vereins nötig. Wir wollen aber nicht, dass bürokratische Verwaltungsapparaturen uns zeitlich und finanziell mehr in Anspruch nehmen, als unbedingt nötig. Als nicht eingetragener Verein haben wir diesselben Möglichkeiten zu helfen, wie ein eingetragener Verein. Einen qualitativen Unterschied gibt es nicht, auch Kontrollmechanismen diesbezüglich gibt es gleichermaßen beim eingetragenen als auch beim nicht eingetragenen Verein nicht. Unsere Satzung ist genauso bindend wie bei einem eingetragenen Verein. Auch wollen wir uns distanzieren von staatlichen Institutionen, denn dies ist ein Projekt von Betroffenen und Angehörigen von Betroffenen für Betroffene und deren Angehörige. Wir wollen uns unsere Unabhängigkeit und Selbstbestimmung bewahren.
Memorial - Die Inhalte der alten Internetseite:
" Ein Problem verschwindet nicht dadurch, dass man es ignoriert…

Vermutlich wird es manchen Menschen befremdlich erscheinen, dass ein Missbrauchs-/Misshandlungsopfer sich so offen "outed". Ein Missbrauchsopfer muss sich schämen. Es sollte sich beschmutzt und minderwertig fühlen. Zumindest sollte es doch nicht überall herumerzählen, dass es missbraucht/misshandelt worden ist.

Ja, aber warum eigentlich nicht?
Ich bin es leid, mich für Dinge zu schämen, die andere getan oder unterlassen haben. Die Verantwortung dafür liegt bei diesen Menschen und nicht bei mir. Allerdings bin ich sehr wohl dafür verantwortlich, wie ich mein Leben jetzt, wo ich frei bin, gestalte. Und ich habe beschlossen, es gnadenlos ehrlich und gut zu gestalten, denn ich will ein aufrechtes und stolzes Leben führen. Jeder ausgesprochene Satz macht mich stärker, freier und stolzer. "

>>> hier weiterlesen (weitere Inhalte der alten Website)
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